Das Scheunenviertel Steinhude



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Geschichte und heutige Nutzung

Der Scheunenplatz
Foto: Gerrit Fichtner

Die Geschichte des Scheunenviertels Steinhude geht auf das Jahr 1756 zurück, als ca. 20 bis 25 Scheunen am damaligen Ortsrand Steinhudes als Durchfahrtsscheunen errichtet wurden, um das Heu und Stroh der Landwirte zu lagern.

Spätestens mit der zurückgehenden Landwirtschaft nach 1945 verringerte sich die Bedeutung des Scheunenviertels. Einige Scheunen brannten ab oder verfielen ohne bauliche Unterhaltung.

1993 entwickelte die Stadt Wunstorf die Idee, dieses Viertel für die EXPO 2000 wieder mit Leben zu füllen. Nach der Registrierung als offizielles EXPO-Projekt am 29.7.1997 begann die Revitalisierung des Scheunenviertels. Im Rahmen des EXPO-Projekts ist eine Anlage von insgesamt 13 Scheunen in sieben Baugruppen behutsam wiederhergestellt worden.

Aus Gründen der Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit wurden zudem nur bestimmte Materialien (z.B. langlebiges Eichenholz, Tonziegel statt Betondachsteine, etc.) beim Wiederaufbau und der Neuerrichtung der Scheunen verwendet.

Wiederentstanden ist so eine typische, dörfliche Anlage von Scheunen - allerdings nicht unter musealen Aspekten, sondern um diese für zeitgemäße Zwecke nutzen zu können.

Neben Gastronomie und Fachhandel sind in einigen der Scheunen die Ausstellungs- und Informationsräume des Naturpark-Informations-Zentrums sowie das Spielzeugmuseum Steinhude untergebracht.